Digitalisierung im Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie

15.07.2017

Rund 70 Teilnehmer kamen am 13. Juli zum Business Excellence Day 2017 ins ConferenceCenter im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München. Für den Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (bayme vbm) hat das Thema Digitalisierung höchste Priorität. Er will seine Mitglieder unterstützen und bietet Ihnen hilfreiche Vernetzung.

Bertram BrossardtHauptgeschäftsführer Bertram Brossardt (Foto Sendler) stellte bei der Eröffnung klar: "Jedes Unternehmen muss hier seine eigene Strategie finden." Industrie 4.0 gebe es nicht von der Stange. Nach der Studie "Digitale Produktion und deren Arbeitsorganisation" unter rund 2.500 Unternehmen kann man davon ausgehen, dass rund 80 % sich erst auf Stufe eins oder zwei in Richtung Digitalisierung befinden, und lediglich 20 % bereits die höchsten Stufen drei oder vier erreicht haben.

Prof. Gunther ReinhardtBei 60 % der bayerischen Unternehmen, die ihren Sitz in einer ländlichen Gegend haben, spielt natürlich die Frage der Infrastruktur eine herausragende Rolle. Aber wichtiger für den Erfolg ist, dass die Geschäftsführung jedes Unternehmens die Digitalisierung zu ihrem Hauptthema macht und sie nicht etwa der IT oder einem neuen Bereich überlässt. Das jedenfalls legte Prof. Gunther Reinhart (Foto Sendler) den Teilnehmern ans Herz, der auch an der erwähnten Studie federführend beteiligt war, und dessen "Handbuch Industrie 4.0"vom Verband seinen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Johannes Graf zu EltzEntscheidend wird sein, welche Ideen die Unternehmen für neue Geschäftsmodelle entwickeln. Und wie gut sie es schaffen, Daten aus ihren Produkten oder Maschinen in nützliche Werte für ihre Kunden zu verwandeln. Dabei können Sie sich seit Februar 2017 beispielsweise auf das erste außerhalb der USA angesiedelte Hauptquartier eines Bereichs von IBM stützen, das IBM Watson IoT Center in den Highlight Towers am Ende der A9. Johannes Graf zu Eltz (Foto Sendler), dort für das Ekosystem zuständig, lud die Teilnehmer ein, sich in den neuen Forschungslabors aktiv zu beteiligen.

Neben den Vorträgen von Spezialisten gab es eine kleine begleitende Ausstellung mit Startups. Die Veranstaltung ist ein guter Baustein der Verbandsarbeit. Dass sie erst von 70 Teilnehmern besucht wird, deutet darauf hin, dass das Thema noch nicht bei allen angekommen ist.

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