Siemens und ID Consult eröffnen ID Lab in München

16.07.2017

Inmitten der Führungsriege der deutschsprachigen PLM Community eröffneten Siemens Industry Software und ID Consult am 14. Juli in München das gemeinsame Innovation und Digitalization Lab. Auf 400 m² können hier Unternehmen Hand anlegen und Digitalisierungsprojekte starten.

Produkte virtuell zu entwickeln und zu testen, ihre Produktion digital zu planen, zu simulieren und zu steuern, alle Daten des digitalen Zwillings zentral zu managen – das bietet Siemens mit einer umfangreichen Suite von Industriesoftware. Aber auch das reicht nicht mehr aus. Vernetzte, smarte Systeme zu entwickeln, mit deren Daten wertvolle Dienste angeboten werden können, dass verlangt mehr: Modellbasiertes Systems Engineering muss bei der Systemarchitektur beginnen und methodisch die digitale Wertschöpfungskette bestimmen.

Matthias SchmichDr. Oliver AntonDafür haben sich Siemens Industry Ssoftware und ID Consult zusammengetan, um ihren Kunden entsprechend durchgängige Lösungen bieten zu können. Urban August, CEO von Siemens Industry Software, und Dr. Jan Göpfert, Geschäftsführer von ID Consult, stellten diesen Ansatz gemeinsam vor. Matthias Schmich (links, Foto Sendler), für das strategische Geschäft bei Siemens Industry Software verantwortlich, und Dr. Oliver Anton (rechts, Foto Sendler), Manager des neuen Labs, erläuterten, wie in wenigen Monaten ein umfassendes Labor mit modernstem Equipment von der Visualisierung bis zum 3D-Druck ausgerüstet wurde, in dem sich nun cybertronische Produktideen aller Art durchspielen und testen lassen.

Prof. Martin EignerProfessor Martin Eigner (Foto Sendler), Lehrstuhl Virtuelle Produktentwicklung in Kaiserslautern, erinnerte daran, dass smarte Produkte sich von mechatronischen Produkten lediglich dadurch unterscheiden, dass sie miteinander kommunizieren können. Umso wichtiger wird dabei die multidisziplinäre Zusammenarbeit im Systems Engineering. In dieser Hinsicht sieht er die Industrie immer noch am Anfang. Dies zu beherrschen sei aber wichtiger, als vielleicht technisch mögliche aber wenig sinnvolle Produkte und Dienste in den Markt zu bringen.

Professor Manfred Broy, Geschäftsführer des Zentrums Digitalisierung Bayern, ging noch einen Schritt weiter und sprach von „Digitalisierung – Sein oder Nichtsein“. Vorbei sind die Zeiten, in denen es genügte, die neueste Engineering Software zu implementieren, um dem Wettbewerb voraus zu sein. Die Geschäftsmodelle, die Prozesse der Wertschöpfung, die Rolle von Produkt und Dienstleistung – alles muss auf den Prüfstand. Mit dem ID Lab hat die Industrie in München eine weitere Stelle, um diesen nächsten Schritt ihrer Innovation in Angriff zu nehmen.

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