AWS Transformation Day in München

11.07.2019

Mit gut 1.000 Teilnehmern ging am 2. Juli im Triebwerk Industriehalle in München der Transformation Day von Amazon Web Services (AWS) über die Bühne. Mehr als 30 Vorträge und Workshops adressierten zahlreiche Themen rund um die digitale Transformation, während eine große Zahl von Partnern für das direkte Gespräch zu finden waren.

Plenum während der KeynotesDafür, dass Künstliche Intelligenz noch ganz am Anfang steht in ihrer Umsetzung in Wirtschaft und Gesellschaft, war der Andrang enorm in der Triebwerk Industriehalle im Münchner Westen (Foto Sendler). Der Besucher hatte den Eindruck, dass beinahe alle Sparten der Wirtschaft, von den Banken und Versicherungen über die Beratungshäuser bis zur Fertigungsindustrie, bereits Projekte gestartet oder unmittelbar vor sich haben.

Managing Director DACH Klaus BürgDer Managing Director DACH von AWS, Klaus Bürg (Foto Sendler), konnte den Erfolg beziffern: 80% der 30 DAX-Unternehmen arbeiten mit AWS. Nach einer Studie von KPMG erwarten 54% der Kunden mehr Sicherheit in der Cloud als mit Lösungen auf eigenen Servern. Mehr als 35.000 Partner haben sich seit 2016 dem AWS Partner Network (APN) angeschlossen, mehr als 60% mit Hauptsitz außerhalb der USA. Der Umsatz von AWS stieg im ersten Quartal 2019 um 41% gegenüber dem Vorjahr. Ob Gartner oder ISG, AWS landet auch 2019 an der obersten Stelle im wichtigsten Quadranten.

Mirjam McLemoreDie Direktorin für Unternehmensstrategie bei AWS, Mirjam McLemore (Foto Sendler), nutzte in der Keynote ihre eigene Erfahrung als CIO bei Coca Cola mit dem Einsatz von AWS-KI, um zu demonstrieren, wie die Realität zum Einsatz solcher neuen Lösungen zwingt. Agilität der Unternehmen sei keine Option, sondern die Voraussetzung für erfolgreiche Transformation. Das Change Management wird aus ihrer Sicht zum wichtigsten Element des Managements überhaupt.

Constantin GonzalezKunden- und Partnervorträge wurden ergänzt durch kompetente Erläuterungen von AWS Spezialisten wie den Principal Solutions Architects Constantin Gonzalez (Foto Sendler) und Mariano Kamp. Sie führten sehr plastisch vor Augen, was ein Unternehmen oder eine Institution tun muss, um wertvolle Verbesserungen ihrer Prozesse und Dienste durch den Einsatz von Machine Learning zu erzielen. Vor dem Einsatz von Managed Services, also vorgefertigten Microservices für einzelne Aufgabenstellungen – von denen AWS mittlerweile mehr als 165 bereitstellt –, liegt immer die exakte Analyse der eigentlichen Aufgabe, um zu dem Modell zu kommen, dass dann aus Daten automatische Voraussagen und Entscheidungen möglich macht.

Noch spielt die Fertigungsindustrie eine vergleichsweise kleine Rolle unter den Nutzern. Obwohl gerade hier nicht nur höchst profitable Verbesserungen zu erwarten sind, sondern produktbasierende Dienste in Industrie-Clouds in den nächsten Jahren wie ein Brandbeschleuniger wirken dürften. In unruhigen und unsicheren Zeiten ist Mut zur Veränderung mehr gefragt denn je.

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