Codex of PLM Openness Version 1.0 freigegeben

11.03.2012

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(Das Plenum beim automotiveDAY, Foto Sendler)

Auf dem automotiveDAY 2012 während der CeBIT wurde am 8. März die erste Version des Codex of PLM Openness (CPO) offiziell freigegeben. Der ProSTEP iViP Verein und Vertreter von Automobilindustrie und Zulieferern begründeten ihre Initiative. Erste Unternehmen haben bereits unterzeichnet. Unmittelbar nach der Bekanntgabe äußerten mehrere Firmen spontan ihre Unterstützung des Codex.

Nun steht der Codex of PLM Openness zum Download – und zur Unterschrift – zur Verfügung. In weniger als einem Jahr ist es dem ProSTEP iViP Verein gelungen, eine von Vertretern der Automobilhersteller und Zulieferer, der IT-Anbieter und Systemintegratoren gemeinsam erarbeitete Definition von Offenheit vorzulegen, mit der zur Selbstverpflichtung eingeladen wird. Als Erste haben unmittelbar nach der Verabschiedung unterzeichnet: Atos, Oracle, PROSTEP, PTC, Siemens PLM Software und Volkswagen. Ihre Unterzeichnung angekündigt haben BMW, Continental und Daimler.

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(von rechts: Steven Vettermann, Karl-Erich Probst, Elisabeth Hoeflich, Foto Sendler)

Dr. Steven Vettermann, Geschäftsführer des ProSTEP iViP Vereins, gab die Freigabe zum Abschluss des automotiveDAY bekannt und erläuterte nochmals die Motivation, die zum CPO geführt hat (vergleiche auch die Meldungen vom 28.12.2011 und vom 14.2.2012). Mit auf dem Podium betonten Karl-Erich Probst, CIO BMW Group, und Elisabeth Hoeflich, CIO Continental, dass es für sie als IT-Anwender sehr große Bedeutung hat, dass die Daten, die mit diversen Systemen unterschiedlicher Hersteller erzeugt werden, einfacher zu kommunizieren sind: zwischen den Systemen im eigenen Haus und erst recht zwischen denen von OEMs und Zulieferern. In der vom ProSTEP iViP Verein in Hannover verteilten Pressemappe fanden sich darüber hinaus eine Reihe von Statements weiterer Unterstützer des Codex.

Spontan kamen im Anschluss dann anwesende Vertreter mehrerer Firmen auf die Bühne und signalisierten ihre Zustimmung zum Codex:

tl_files/plm/img/Nachrichten/Riedel.jpgDr. Oliver Riedel, bis vor Kurzem Leiter Prozessintegration und Informations-Management bei Volkswagen, unterstrich die Bedeutung von Offenheit für die Interoperabilität unterschiedlicher Systeme, für die Erweiterbarkeit der IT-Landschaft und für die Vereinfachung von Schnittstellen zwischen den Systemen und meinte: „Die Gruppe, die sich hier 2011 gefunden hat, ist ideal dafür geeignet, so etwas zu standardisieren.“

tl_files/plm/img/Nachrichten/Barth.jpgAndreas Barth, Geschäftsführer Dassault Systèmes Deutschland , erklärte, dass in seinem Unternehmen die Finalisierung der CPO-Unterzeichnung auf dem Weg sei: „Wir verstehen den Bedarf, der da ist. Gerade für die Zulieferer, die mit mehreren OEMs zu tun haben, ist das ein wichtiges Thema, hier einfacher zusammenarbeiten zu können. Wir unterstützen das. Es ist eine sehr gute Initiative.“

tl_files/plm/img/Nachrichten/Ruechardt.jpgFür PTC unterstrich Dominik Rüchardt, Business Development Director: “Wir haben sehr schnell unterschrieben, weil wir wirklich dahinter stehen und als Softwareanbieter einen Nutzen für uns sehen. Wir wollen im Thema PLM wachsen, und der Anspruch, das allein machen zu wollen, ist utopisch. Wir brauchen die Offenheit.“

tl_files/plm/img/Nachrichten/Zachries.jpgKarl Heinz Zachries, Geschäftsführer von PDM-Anbieter Contact Software, sagte: „Die CAD-Systeme der strategischen Partner der OEMs müssen offen sein, damit wir da Mehrwerte für unsere Kunden schaffen können. Insofern kann ich diese Initiative nur begrüßen, und ich bin begeistert, wenn ich höre, dass genau die von uns adressierten Unternehmen da mehr Offenheit zeigen wollen.“

Nachdem der Codex nun in seiner ersten Version vorliegt, wird es darum gehen, welche Konsequenzen er hat. Er muss einerseits weiter entwickelt werden, und dazu hat Dr. Vettermann ‚jeden‘ aus der PLM Community eingeladen. Auch kleinere IT-Anbieter und Systemintegratoren, die bei der Arbeit für ihre Kunden auf die Offenheit insbesondere der großen Systeme angewiesen sind. Und was die Unterzeichnung bedeutet und welche Auswirkung sie hat, das muss andererseits für alle Beteiligten transparent sein. Wie – darüber fängt die Diskussion eigentlich erst an.

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