Digitale Innovationsschau von it´s OWL: Künstliche Intelligenz für die Industrie

08.05.2020

Presseinformation it's OWL, 8. Mai 2020 - Auf dem OWL-Gemeinschaftsstand präsentiert der Spitzencluster it´s OWL jedes Jahr auf der Hannover Messe neue Forschungsansätze und Lösungen für Industrie 4.0. Da die Messe abgesagt ist, zeigen über 40 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Startups und Netzwerke ihre Innovationen jetzt unter www.its-owl.de/hannovermesse. Der Themenschwerpunkt der digitalen Innovationsschau liegt auf Künstliche Intelligenz für die Industrie von morgen. Ab dem 11. Mai können sich Interessenten darüber hinaus in Vorträgen über neue Technologien und deren Anwendungsfelder informieren.

Der OWL-Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe ist für Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus ganz Deutschland ein fester Anlaufpunkt. „In Hannover wollten wir zeigen, wie Wirtschaft und Wissenschaft im Spitzencluster gemeinsam die Potenziale für Künstliche Intelligenz erschließen. Das machen wir jetzt mit der digitalen Innovationsschau. Besucherinnen und Besucher können sich über neue technologische Entwicklungen und Anwendungen informieren und mit Experten dazu austauschen“, erläutert Günter Korder, Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement, die Motivation der digitalen Innovationsschau.

Zu den über 40 Ausstellern gehören unter anderem die Weltmarktführer Beckhoff, Böllhoff, Claas, Hettich, Lenze, Phoenix Contact und Wago, Start-ups sowie die Hochschulen und Fraunhofer-Einrichtungen. Sie präsentieren neue Ansätze in den Bereichen maschinelles Lernen, digitaler Zwilling, Plattformen und Robotik.

Darüber hinaus bieten die Veranstalter vom 11. bis 18. Mai jeden Tag einen Vortrag an, bei dem sich Interessenten über Potenziale und Anwendungsfelder neuer Technologien informieren und mit Experten diskutieren können. Themenfelder sind Künstliche Intelligenz in der Produktentstehung, Big Data in der Produktion, digitaler Zwilling, zirkuläre Wertschöpfung und Open Innovation. Termine und Anmeldung unter www.its-owl.de/hannovermesse.

KI Forschung und Maschinelles Lernen

Die Innovationsschau, die von der OstWestfalenLippe GmbH und owl maschinenbau organisiert wurde, ist in sechs Themenfelder gegliedert: KI Forschung, Machine Learning durch intelligente Automatisierung, Maschinenbau, IT, Start-ups und Netzwerke. Besucherinnen und Besucher können sowohl nach Themenfeldern als auch nach Ausstellern recherchieren.

An den Hochschulen und Fraunhofer-Einrichtungen in OstWestfalenLippe arbeiten 350 Forscherinnen und Forscher in über 100 Projekten daran, Künstliche Intelligenz für die industrielle Wertschöpfung nutzbar zu machen. Sie zeigen an konkreten Anwendungsbeispielen Forschungsergebnisse in den Bereichen autonome Systeme und maschinelles Lernen, vorausschauende Wartung, kognitive Robotik und Assistenzsysteme. Das Institut für Kognition und Robotik (CoR-Lab) der Universität Bielefeld präsentiert beispielsweise ein kognitives Robotiksystem, mit dem Klemmen in Schaltschränken montiert werden. Das System kann dabei die Umgebung und Objekte eigenständig erkennen. So können unterschiedliche Montageaufgaben ohne zusätzlichen Programmieraufwand durchgeführt werden.

Maschinelles Lernen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für vernetzte Fertigung und neue Geschäftsmodelle. Treiber und Impulsgeber dabei sind die Weltmarktführer der Automatisierungstechnik. Im Spitzencluster entwickeln sie neue Lösungen, die zu erheblichen Optimierungen und Einsparungen führen. Lenze und Phoenix Contact präsentieren beispielsweise die Einsatzmöglichkeiten von digitalen Zwillingen, um die Effizienz und Produktivität von Maschinen und Anlagen zu verbessern. Anhand von Maschinenmodulen wird deutlich, wie herstellerübergreifend Informationen zwischen Komponenten, Maschinen und digitalen Diensten ausgetauscht werden. So können die Fachkräfte frühzeitig Anomalien im Betrieb der Maschinen erkennen und Ausfälle oder Produktionsfehler vermeiden.

Intelligente Maschinen und Schlüsselfaktor IT

Smart Services und digitale Plattformen spielen eine immer wichtigere Rolle im Maschinenbau. Mittelständische Technologieführer zeigen, wie Maschinen und Wertschöpfungsketten in den Bereichen Möbel, Landmaschinen und Prozessindustrie miteinander vernetzt werden und welche Mehrwertdienste dadurch entstehen. Hettich Maschinentechnik zum Beispiel zeigt einen Prüfautomaten für Kleinteile, der zusammen mit Ceres Vision entwickelt wurde. Der Automat prüft mit Hilfe von Kameras die Bauteilgeometrien der Prüfteile. Bis zum 250 Teile pro Minute und mit einer 100 prozentigen Genauigkeit. Die Anlage arbeitet über einen längeren Zeitraum autonom und kann mit der Qualitätsmanagementsoftware verknüpft werden.

Die richtige IT-Lösung ist der Schlüssel für Prozessoptimierung und vernetzte Fertigung. Vor diesem Hintergrund engagieren sich immer mehr IT-Unternehmen in den Netzwerken, um gemeinsam mit produzierenden Unternehmen neue Ansätze zu entwickeln. Wie der Weg zu einer vollständigen Überwachung der Sicherheitsaspekte von sich selbst optimierenden Produktionssystemen aussehen kann, zeigen z.B. der TÜV Süd in Kooperation mit dem Fraunhofer IOSB-INA und anderen Partnern aus dem CIIT in Lemgo. Dabei arbeiten sie z.B. an modularen Zertifizierungen, einer erweiterten Risikobeurteilung und der Nutzung eines digitalen Zwillings zur Überwachung der Maschinensicherheit.

Neue Geschäftsmodelle und Netzwerke

Aus der Zusammenarbeit in den Netzwerken entstehen neue Geschäftsideen. Start-ups finden in OstWestfalenLippe ein optimales Umfeld. Neun Start-ups präsentieren ihre Ideen. Dabei geht es um Robotik in der Fertigung und Maschinenkommunikation, IT Sicherheit und Transportsysteme, intelligente Wärmeübertragung und Materialrecycling sowie den Einsatz von agilen Methoden im Innovationsmanagement. Das Paderborner Start-up Unchained Robotics hat beispielsweise eine automatisierte Steuerungssoftware für den Einsatz von Robotern in der Logistik entwickelt. Dadurch können die kollaborativen Roboter Verpackungen automatisiert und platzsparend transportieren.

Netzwerke bieten Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, neue Themenfelder gemeinsam zu erschließen. Smart Food Technology bündelt die Kräfte für die digitale Transformation der lebensmittelverarbeitenden Industrie. Im Projekt Cir-Quality OWL unterstützen die fünf Brancheninitiativen die Unternehmen in der Region dabei, qualitativ hochwertige Produkte und Prozesse in geschlossenen biologischen und technischen Kreisläufen zu denken. So wird auch die Resilienz des wirtschaftlichen Handelns gesteigert. Die FMB – die Zuliefermesse Maschinenbau bietet vom 4.-6. No-vember das größte Forum für den mittelständischen Maschinenbau.

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