IoTOS zu hundert Prozent in der Loh Group

13.10.2019

Am 10. Oktober gab die Friedhelm Loh Group die hundertprozentige Übernahme des Startups IoTOS aus Limburg bekannt. Der Preis wurde nicht genannt. Es ist die dritte in einer Reihe von Übernahmen, mit denen Schaltschrankanbieter Rittal um Schwesterunternehmen ergänzt wird, die der mittelständischen Industrie Künstliche Intelligenz aus der Edge Cloud bieten.

Nach German Edge Cloud und iNNOVO Cloud ist IoTOS das dritte Unternehmen, das die Loh Group neben dem Angebot von Hardware (Schaltschränke von Rittal) und Engineering Software (Eplan, Cideon) nun auch zu einem Plattformanbieter für Künstliche Intelligenz machen soll, die aus der Edge Cloud kommt.

KI aus der Cloud – etwa über Amazon Web Services oder Microsoft Azure – ist für viele Anwendungen in industriellen Prozessen nur begrenzt nutzbar. Die Wartezeiten auf Ergebnisse von Datenanalysen, die sogenannten Latenzzeiten, sind bei der Übertragung aus dem Feld in die Cloud und zurück prinzipiell zu groß. Deshalb setzt die Loh Group auf die Edge Cloud. Mit German Edge Cloud sollen die Latenzzeiten deutschlandweit auf eine Millisekunde gesenkt werden.

ONCITEONCITE (Bild Rittal) heißt das Produkt, das nun von Rittal, German Edge Cloud und iNNOVO mit dem Partner Bosch Connected Industry auf dem Markt ist. ONCITE besteht laut Pressemitteilung von Rittal „aus Edge-Cloud-Infrastrukturen (IaaS) auf Basis flexibel skalierbarer Edge Cloud Rechenzentren von Rittal, Plattformen für Datenanalyse (PaaS) und industriespezifische KI-Anwendungen (SaaS) inklusive vollumfänglichem Service.“ Und von IoTOS wird mit der IoTOS Suite Softwareservice für das Track and Trace von Fertigungsprozessen einschließlich interner und externer Zulieferanbindung und Logistik geboten. Nach Angaben auf der IoTOS Homepage wird dafür nun kein Manufacturing Execution System (MES) mehr benötigt.

Friedhelm Loh geht es laut Pressmitteilung darum, die datengetriebenen Prozesse „vom Kunden bis zum Kunden“ sowie entlang der gesamten Lieferkette und innerhalb der intelligenten Fabriken wertschöpfend zu integrieren: „Wer das beste Produkt und die beste Plattform mit entsprechenden Anwendungen hat, dem gehört die Zukunft.“

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