Siemens plant Übernahme von Process Systems Enterprise

15.10.2019

Siemens plant laut Pressemitteilung vom 16. September die Übernahme von Process Systems Enterprise (PSE), einem Anbieter von Software und Dienstleistungen für hochentwickelte Prozessmodellierung (Advanced Process Modelling). Die Technologie wird vor allem in den Branchen Chemie, Petrochemie, Pharma, Nahrungsmittel- und Getränke eingesetzt. PSE hat den Hauptsitz in London und beschäftigt weltweit 160 Mitarbeiter. Der Preis für die Übernahme wurde nicht genannt.

PSE bietet modellbasierte Lösungen für den ganzen Anlagenlebenszyklus mit einer einheitlichen und integrierten Werkzeugpalette an, die das Angebot von Siemens im Bereich der Prozessindustrie entscheidend ergänzen. „Die Kombination hochgenauer, prädiktiver Modelle und Echtzeit-Prozessdaten spielen eine zunehmend bedeutende Rolle in der Digitalisierung der Betriebsabläufe in der Prozessindustrie. Prozesswissen, das bereits in der Produkt- und Prozessentwicklung entsteht, wird in prädiktiven Modellen abgebildet und dann im Digitalisierungsumfeld in jedem Schritt des Lebenszyklus wertschöpfend eingesetzt“, so Eckard Eberle, CEO der Business Unit Process Automation. „PSE bringt uns hier entscheidend voran, da wir nun die modellbasierten Technologien von PSE in unseren Anwendungen im gesamten Anlagenlebenszyklus integrieren können.“

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft beider Häuser seit Juni 2018 wurden neue modellbasierte Lösungen für Überwachung, Vorhersage und Monitoring von Anlagen entwickelt, für Soft Sensing, die Vorausberechnung der Anlagenperformance, Echtzeit-Optimierung und Operator Training auf Basis detaillierter Prozessmodelle.

Siemens beabsichtigt 100 Prozent des Stammkapitals von PSE zu erwerben und dessen Geschäft in die Business Unit Process Automation einzubinden, die Teil von Siemens Digital Industries ist. Der Abschluss der Transaktion ist für das vierte Quartal 2019 geplant.

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