SPS 2018 – Umsetzung der Digitalisierung in der Produktion

28.11.2018

Die SPS IPC Drives 2018 zählte zur Eröffnung am Dienstag, den 27. November, 20.484 Besucher. Das Motto lautet „Smarte und Digitale Automation“. In der Tat ist es die Messe, die am deutlichsten den Fokus auf dem Teil der digitalen Transformation der Industrie hat, der die Produktion selbst, ihre Automation betrifft.

Industrie 4.0 ist in der Industrie angekommen und überall in der Umsetzung. Nach einigen Jahren, in denen auf jedem Stand mindestens einmal an zentraler Stelle „Industrie 4.0“ stehen musste, ist das Schlagwort im Jahr 2018 kaum irgendwo zu finden. Stattdessen rücken nun die Teile der Digitalisierung in den Vordergrund, die dafür gebraucht werden: Sensoren und Aktoren und ihre Vernetzung, Konnektivität von Anlagen und Maschinen, künstliche Intelligenz und Cloud-Plattformen zur Analyse von Betriebsdaten.

Digital Twin bei Siemens in Halle 11Ein Blick in die von Siemens gefüllte Halle 11 (Foto Sendler)

Es kann aber auch sein, dass sich im leichten Abrücken von Industrie 4.0 ein leichtes Zurückschrecken vor den ganz großen Themen der digitalen Transformation ausdrückt. Digital war die Automation schließlich schon in den letzten 30 Jahren. Und wenn nur die Produktion smart wird, heißt das noch nicht, dass die Industrie zu neuen Geschäftsmodellen gefunden hat, denn die müssten ja auch oder sogar in erster Linie ihre Produkte und deren Nutzung betreffen.

Aber diesen sehr realen Herausforderungen und entsprechenden Lösungsansätzen begegnet der Besucher auf Schritt und Tritt. Der digitale Zwilling von Produkt und Produktion, der mit Hilfe von KI und Cloud immer mehr mit dem realen Zwilling verschmilzt, gehört fast überall an den Messeständen zum Tagesthema.

Es fällt schwer, einen wirklichen Schwerpunkt auszumachen. Die Industrie hat offensichtlich begonnen, ihre eigene Digitalisierung in Angriff zu nehmen. Das Bild, das dabei entsteht, ist so bunt wie die Industrie selbst. Fast alles scheint im Moment möglich. Nichts ist gewiss.

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